Vita
Atelierraum von Mica Will
Die Affinität zur Kunst und Malerei war bei Mica Will von Jugend an ausgeprägt. Sie war stets von Bildern und Büchern fasziniert.
Nach ihrem Studium und Ausbildung zur Volljuristin, verfasste sie ihre Dissertation im Bereich des Urheberrechts (Themenbereich: "Schallplattenverträge"). Aufgrund ihrer anschließenden anwaltlichen Tätigkeit und aus Interesse absolvierte sie sodann eine Mediationsausbildung.

Zunehmend gewann zunächst parallel die Kunst und das Eigen-Kreative einen immer größeren Stellenwert, so dass sich Mica Will der künstlerischen Ausbildung zuwandte und zahlreiche Studiengänge an nationalen wie internationalen Akademien durchlief: so z.B. in Aachen, Augsburg, Berlin, Hamburg, Bad-Reichenhall, Trier (dort zuletzt das “Hauptstudium: Malerei. Angereichert wurde diese Leidenschaft parallel durch praktische Erfahrungen mit dem Institutionalisieren und Kuratieren von Ausstellungen. 2011 schloss Mica Will den Masterstudiengangs „Management von Kultur- und Non-Profit-Organisation“ (MA) ab („Maßnahmen zum Erhalt von staatlichen Kunst- und Kultureinrichtungen bei rückläufiger staatlicher Finanzierung anhand von Beispielen aus der Bildenden Kunst“, 2011)

Kunst- und Kultur ist für Mica Will nicht nur für sie selbst Lebenselixier, sondern Ihrer Auffassung nach ein Grundbedürfnis und eine Notwendigkeit für Menschen an sich. Es ist ihre feste Auffassung, dass nur in einer Gesellschaft, wo diese Elemente verankert sind, sich die notwendige Kraft, Toleranz, Kreativität und Freude entwickelt, um anstehende Probleme in ethisch verantwortungsvollerweise zu lösen.

Da Mica Will Freiheit für ein sehr vorrangiges Gut hält, sie als „Augen-Mensch“ von Eindrücken geprägt wird und ihr das Festhalten des Momentes in der Schnelligkeit des Seins sowie die Reflexion über Befindlichkeiten für ihre innere Balance elementar ist, ist die Bildende Kunst ihr bevorzugtes Element. Eindrücke aller Art- ob über das Sehen, Lesen oder Hören - sind ihre Inspirationsquellen. Genaues Kopieren von Vorgegebenen lehnt sie ebenso ab, wie das „Nischendenken“. Nicht das Begrenzen führt zur Weiterentwicklung, sondern die Vielfalt. Wesentlich ist für sie der Transformationsprozess zwischen Reflexion und Emotion – und es ist für Mica Will selbst immer wieder interessant, welches Element sich im jeweiligen Gestaltungsprozess durchsetzt. Parallel zur Malerei gestaltet sie auch Objekte. Oft sind es sogen. “objets trouvés“, weil sie dazu geeignet sind, über achtlos Verbrauchtes unserer heutigen Konsumgesellschaft, Gedankenprozesse in Gang zu setzen. Objekte und Malerei stehen bei Mica Will in einem ständigen sich gegenseitig befruchtenden Diskurs.

Mica Will hatte verschiedene Gruppen und Einzelausstellungen u.a. in Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Florida (USA) und China (Nanjing und Wuhu). Arbeiten von Mica Will befinden sich im Privatbesitz,wie auch in öffentlichen Institutionen - national wie auch international.